Über die US-Subprime-Krise wurde genug geschrieben. Zu grosszügige Hypotheken wurden an schlechte Kreditschuldner vergeben, die lange Zeit ansteigenden Immobilienpreise und tiefe Zinsen führten zur allzu verlockenden Situation, dass sich “jedermann” ein Eigenheim leisten konnte.
Sinkende Häuserpreise und steigende Zinsen haben dem Spiel ein Ende gesetzt.
Bis heute war mir nicht bewusst, dass in den USA eine Hypothek auf das Objekt und nicht auf den Eigentümer lautet. Nochmals: eine Hypothek lautet auf das Haus, nicht die Person, die es gekauft hat! Wenn nun ein Häusle-Besitzer nicht mehr in der Lage ist, seine Zinsen oder Amortisationen zu bezahlen, kann er das Haus verlassen, ausziehen. Den Hausschlüssel sendet er dann in einem Couvert an die Bank. JINGLE MAIL nennt sich das. Der Begriff wurde in der Savings&Loan-Krise 1990/91 erstmals gebraucht und “aus aktuellem Anlass” wieder ausgegraben. Jingle Mail ist also ein Brief an die Bank mit dem Hausschlüssel als Beilage. Der ehemalige Eigentümer kauft sich später lieber ein frisches, billigeres Objekt. Sachen gibt’s!
Quelle: Anlagekommentar Nr. 258, Wegelin & Co.








