Die US Subprime-Krise ist längst zu einer globalen Kreditkrise geworden. Die Credit Spreads haben sich teilweise dramatisch ausgeweitet. Credit Spread bezeichnet den Aufpreis, welchen eine Firma bei der Kreditaufnahme im Vergleich zum Staat oder zu einem Top-Schuldner bezahlen muss. Beispiel: Letzte Woche musste eine durchschnittliche US-Firma 315 Basispunkte mehr bezahlen als eine Staatsanleihe der USA mit gleicher Laufzeit. Anders ausgedrückt: Sie muss 3.15% Zins mehr bezahlen als der Staat.
Höchst interessant präsentiert sich zur Zeit der Credit Spread von IRAK (nein, ich habe keine irakischen Bonds im Depot…). Der Staat Irak hat eine Anleihe über US$ 2.7 Mrd. ausstehend mit einem Coupon von 5.8% und einer Laufzeit bis 2028. Seit August 2007 hat diese Anleihe 45% an Kurswert zugelegt. Marktteilnehmer glauben also immer mehr daran, dass sie die Zinszahlungen pünktlich erhalten werden und das Kapital bei Fälligkeit vollumfänglich zurückbezahlt wird. Investoren in diese Obligation verlangen zur Zeit am Markt einen Credit Spread für Irak von 484 Basispunkten. Die Verfallrendite muss also 4.84% höher liegen als diejenige einer US-Staatsanleihe.
Spannend ist die Tatsache, dass Investoren bei zahlreichen US-Banken einen höheren Risikoaufschlag verlangen. Die National City Corp. (Rating A…) hat einen Credit Spread von 959 Basispunkten. Die KeyCorp. in Cleveland (Rating A…) 755 Basispunkte.
Der Markt will hier allenfalls darauf hinweisen, dass es zur Zeit “gefährlicher” sei, in US-Banken statt in den Irak zu investieren. Und er hält ziemlich genau nichts von der Leistung der Ratingagenturen. Mindestens die zweite Interpretation werden viele Leser nachvollziehen können…
Quellen: Merill Lynch & Co. / Bloomberg / John Mauldin








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..zeit, in us-banken zu investieren…das sind chancen!