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LIBOR. London Interbank Offered Rate. Zu diesem Zinssatz leihen sich haben sich bis vor kurzem erstklassige Banken Geld ausgeliehen. Ein wichtiger Referenz-Zinssatz, der für unzählige Kredite die Berechnungsbasis darstellt.
In den letzten Wochen sind die Kredite unter Banken aber zum Stillstand gekommen. Man muss wissen, dass Bankkredite zum LIBOR blanko abgewickelt werden. Die kreditnehmende Bank muss keine Sicherheiten für die kreditgebende Bank beibringen. Die Vertrauenskrise – man weiss nicht, wieviel Abschreibungsbedarf in den Bilanzen der Banken noch vorhanden ist – führte dazu, dass keine Kredite mehr zum LIBOR abgewickelt wurden. Kredite waren nur noch besichert zu haben, statt LIBOR- wurden Repo-Geschäfte abgewickelt.
Im Post “Wann geht die Kreditkrise zu Ende?” habe ich darauf hingewiesen, dass eine Normalisierung von Risikospreads ein erstes wichtiges Signal sei, das auf eine Beruhigung an den Finanzmärkten hinweist. Nun, ein erstes solches Signal ist hier!
Dieser Chart (via Bespoke) zeigt die Overnight-LIBOR-Zinssätze im Vergleich zur Fed Funds-Rate. Im langfristigen Durchschnitt liegt der Spread zwischen diesen beiden Zinssätzen bei 0.11%. Während einigen Tagen im September und Oktober hat der Spread aber ein vielfaches davon betragen. Der Rückgang auf eine Differenz von 0.17% ist ein erstes Signal, dass sich die Märkte einpendeln. Immerhin finden sich wieder Banken, die sich getrauen, einer anderen Bank über Nacht einen Kredit zu einem vernünftigen Zinssatz anzubieten.
Nächste Signale, die eine Beruhigung signalisieren würden: Normale LIBOR-Sätze auch bei längeren Laufzeiten, Normalisierung des TED-Spreads, Rückgang aller CDS-Preise.









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