Der Baltic Dry Index BDI (Wikipedia: Baltic Dry) ist ein Massstab für Frachtkosten auf internationalen Handelsrouten. Unterschiedliche Schifffahrtsrouten und Schiffsklassen werden berücksichtigt. Der Index hat vor rund fünf Monaten den Höchststand verzeichnet. Seither ist er im freien Fall. Zuletzt hat er 14mal nacheinander tiefer notiert. 14 negative Preisentwicklungen nacheinander sieht man nicht einmal in der schwärzesten aller Aktiennächte. Oder wie Richard Russel treffend formuliert
The Index is telling us that the need for shipping and the trend of international commerce has hit a brick wall.
Seit Mai 2008 hat der BDI rund 90% seines Wert verloren. Dieser Rückgang lässt sich mit den ganz grossen Kursverlusten der Vergangenheit vergleichen:
- Der Dow Jones Industrial Index hat zwischen 1929 und 1932 rund 89% an Wert verloren
- Der Nasdaq Composite Index hat nach dem Platzen der New Economy Bubble einen Verlust von 78% verzeichnet
- In der aktuellen Immobilienkrise hat der S&P Homebuilder Index 82% verloren seit dem Höchststand 2005
- Auch der CSI 300 Index für chinesiche Aktien hat besser als der BDI abgeschlossen
Der Baltic Dry Index hat seinen Anstieg zu Beginn dieses Jahrzehnts gestartet und enorme Preissteigerungen an den Tag gelegt. Als Massstab für Frachtpreise im internationalen Handel wurde er zum Symbol des globalisierten Handels. Wie so viele neue Entwicklungen und Instrumente hat der BDI aber vorübergehend übers Ziel geschossen und korrigiert nun diese Übertreibung. Der Bubble in wirtschaftlicher Globalisierung geht die Luft aus.
Quelle: Bloomberg









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