Der Aufwärtstrend in Gold ist nun mehr als acht Jahre alt. Vor allem zu Beginn des Bullenmarkts haben die Marktteilnehmer mit grosser Aufmerksamkeit auf das Verhalten der Zentralbanken geschaut. Die Goldverkäufe in grossen Mengen stellten ein ständiges Angebot dar und drückten auf den Preis. Es gab sogar wildeste Verschwörungstheorien, wonach der Goldpreis absichtlich tief gehalten werde. Dieses Thema umschiffe ich in diesem Post elegant…
Im Punktmagazin habe ich eine interessante Tabelle zu Goldverkäufen von Zentralbanken seit dem Jahr 2002 gefunden. Und da gibt’s einige Auffälligkeiten.
Diese Tabelle zeigt die Goldkäufe/-verkäufe der Zentralbanken in % der vorhandenen Reserven (Quelle: World Gold Council)
| Land | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 1Q2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frankreich | 0.00 | 0.00 | -0.33 | -4.03 | -4.46 | -4.11 | -3.10 |
| Schweiz | -11.63 | -13.97 | -16.31 | -11.44 | 0.00 | -5.27 | -8.92 |
| Niederlande | -2.89 | -5.39 | -5.74 | -7.96 | -8.90 | -2.43 | -2.30 |
| China | 24.63 | 14.23 | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 0.00 |
| Russland | -1.57 | -2.20 | 0.18 | -0.10 | 0.59 | 7.83 | 8.42 |
| Portugal | -0.61 | -12.38 | -8.02 | -10.26 | -8.28 | -4.36 | -0.01 |
Die Verkäufe der Zentralbanken zählen zum sog. Sekundärangebot, genau wie die Wiederverwertung von “Goldschrott”. Dieses Sekundärangebot muss am Markt die jährliche Angebotslücke schliessen, die aufgrund stetig sinkender Produktionsmengen aus Minen entsteht.
Die Goldreserven der Zentralbanken stammen grösstenteils aus der Zeit des Goldstandards. Damals war eine Landeswährung noch mit einer bestimmten Menge an Gold unterlegt. Es fällt auf, dass die Schweizer Nationalbank SNB an der Spitze der verkauften Goldmengen steht.
Weiter fällt auf, dass die verkauften Mengen mit steigendem Goldpreis abgenommen haben. Man hat also grössere Mengen verkauft bei Preisen um USD 300 statt später bei USD 700 oder USD 900.
Morgen gibt’s die Tabelle mit den aktuellen Goldreserven der Zentralbanken.









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