Ende Januar habe ich auf die spezielle Situation bei den Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS) hingewiesen und die Instrumente im Detail erklärt. Ein Blick auf die aktuellen Daten zeigt, dass der Markt bereits reagiert. Ich empfehle, diesen Post in Ruhe zu lesen. In einigen Wochen könnte dies eines der grossen Themen an den Finanzmärkten sein.
Quelle: Bloomberg – Government Bonds
Wenn ich heute eine normale US-Staatsanleihe kaufe mit einer Laufzeit bis 15.2.2019 und einem Coupon von 2.75%, erziele ich eine Rendite von 2.92%. Damit bleibe ich jedoch anfällig gegen die Inflation und die Kaufkraft des investierten Betrags dürfte in zehn Jahren – wenn ich mein Geld zurück bekomme – deutlich tiefer liegen. Anders sieht’s bei TIPS aus.
Wähle ich als Alternative inflationsgeschützte Staatsanleihen (TIPS), erziele ich eine Rendite für die gleiche Laufzeit von 1.96%. Der Markt weist heute also eine erwartete Inflation in den USA von 0.96% pro Jahr aus. Ende Januar lag sie noch bei 0.77%.
Dies bedeutet, dass die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer seit Ende Januar um 19 Basispunkte angestiegen sind. Wer dannzumal normale Staatsanleihen gekauft hat, hat in der Zwischenzeit einen Zinsanstieg aufgrund höherer Inflationserwartungen von 0.19% erlebt. Höhere Zinsen bedeuten tiefere Kurse bei Obligationen. Diese 0.19% kommen zur “normalen” Veränderung des nominalen Zinsniveaus (Zinsänderungsrisiko) dazu und haben die Verluste auf US-Staatspapieren seit anfangs Jahr noch verschlimmert.
Diese Bewegung ist sicher noch kein “big deal”. Aber ich würde aufmerksam beobachten, wie stark sich die erwartete Inflation in den kommenden Wochen noch erhöht. Zur Zeit gilt die ganze Aufmerksamkeit von “Bernanke & The Feds” der Bekämpfung der Deflation. Es kann aber nur eine Frage der Zeit sein, bis die beschlossenen Massnahmen inflationär wirken.








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