Der Volatilitätsindex VIX hat letzte Woche unter 40 geschlossen. Damit reflektiert der VIX die allgemeine Beruhigung an den Aktienmärkten. In der hektischsten Phase im letzten Herbst lag der Index kurze Zeit bei 80! Es gilt aber auch zu beachten, dass der VIX vor dem aktuellen Abwärtstrend selten über 40 lag. Erst seit Oktober 2008 lag er permanent über 40.
Die blaue Linie im Chart zeigt den Kursverlauf des S&P500. Der “freie Fall” des Aktienindex führte im letzten Herbst zum sehr hohen Stand im VIX. Auf die Ausverkaufstimmung an den Aktienmärkten von anfangs Jahr hat der VIX nur noch zaghaft reagiert. Dies war ein erstes Zeichen, dass eine Beruhigung und ein Bearmarket Rally ansteht. Ich habe im financeBLOG im Post vom 5.2.09 darüber berichtet.
Wie lässt sich der Volatilitätsindex VIX interpretieren?
Allgemein wir der VIX als zuverlässiges “Thermometer” für die Angst und Nervosität der Marktteilnehmer betrachtet. Im VIX werden implizite Volatilitäten in Optionspreisen gemessen und dargestellt. Steigt die Verunsicherung und Angst vor heftigen Ausschlägen an den Märkten, wollen Verkäufer von Optionen auch mit einer höheren Risikoprämie entschädigt sein, der VIX steigt.
Der untenstehende Chart von EconomPic Data stellt die Aussagekraft des VIX für künftige Schwankungen und Unsicherheiten an den Akienmärkten allerdings in Frage. Statt ein Mass für Angst an den Aktienmärkten war der VIX in den letzten Jahren eher ein Mass für die effektiv vorhandene, gemessene Volatilität. Die rote Linie stellt den VIX dar, die blaue Linie die effektiv gemessene Volatilität.
(Für “technisch” Interessierte: Die effektive Volatilität wurde hier mit der Standardabweichung von täglichen Kursschwankungen im S&P500 gemessen. Zur Berechnung wurden die täglichen Schwankungen in rollende, monatliche Standardabweichungen umgerechnet und annualisiert)
Quelle: EconomPic Data











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