Wo er Recht hat, hat er Recht. Die Rede ist von US-Präsident Obama. Man könne es sich nicht länger leisten, harte Entscheide aufzuschieben und der nächsten Regierung oder der nächsten Generation zu überlassen. Im Original tönt dies dann so:
“We can no longer afford to spend as if deficits do not matter and waste is not our problem. We can no longer afford to leave the hard choices for the next budget, the next administration, or the next generation.” (Quelle: Washington Post)
Und darum hat man sorgfältig die Budgetposten analysiert und tatsächlich 121 Projekte und Programme identifiziert, welche verschwenderisch (“wasteful”) oder unnötig (“unnecessary”) sind. Damit lassen sich im Budget 2010 der US-Regierung sagenhafte USD 17 Mrd. einsparen.
So far, so good. Nur leider nehmen sich die angekündigten Sparmassnahmen im Verhältnis zum erwarteten Budgetdefizit fürs Jahr 2010 wie ein Tropf auf einen heissen Stein aus. Ich habe in diesem Chart das Verhältnis von Budgetkürzung und Budgetdefizit dargestellt. Sorry für den kleinen, kaum sichtbaren, grünen Punkt. Ist aber nicht meine Schuld…
Ich stimme voll und ganz mit Präsident Obama’s Zitat (siehe oben) überein. Für die angekündigten Sparmassnahmen wäre jedoch keine Pressekonferenz nötig gewesen…










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Dazu gibt es auch ein schönes Video, wenn auch mit etwas anderen Zahlen:
http://www.youtube.com/watch?v=cWt8hTayupE
@Markus M. Müller
Sehr gutes Video, danke. Informativ und erschreckend zugleich.
Danke für die klaren Worte. Einfach lächerlich dieser Pathos und dann die schwachen Taten. Aber wir alle laufen ihm hinterher wie die Lemminge. Ich hoffe die Republikaner raufen sich zusammen und bilden bald ein Gegengewicht.
Die Grafik ist echt gut! Vor allem auch, weil ich sie erstmal nicht verstanden bzw. wahrhaben wollte!
Ja, leider ist in der Politik immer viel Pathos dabei. Aber es ist wenigstens ein erster Schritt.
Ich finde es nur immer wieder bemerkenswert, wie sehr die (Welt)Wirtschaft auf Kredit aufbaut.
(In anderen Ländern ist es ja auch nicht anders als in den USA)
Das ist ja der einzige Grund für den dauernden Wachstumszwang…
@Hugi
…wobei anzunehmen ist, dass die Republikaner nicht einmal diese $17 Mrd. eingespart hätten.
@Joey Cent
Tatsächlich sind/waren Kredite bzw. die etwas ungezügelte Expansion der Geldmengen die Basis für das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre. Entsprechend hart ist die Landung im aktuellen “Deleveraging”.
Obama geht es wohl kaum darum, den Schuldenberg abzubauen. Vielmehr geht es ihm darum, “good vibrations” zu schaffen und den Leuten den Glauben zu vermitteln, dass etwas getan wird. Politik ist die Kunst, Illusionen zu schaffen.