Es ist noch gar nicht so lange her. Am 11. Februar 2009 habe ich im Post “Bringt der Baltic Dry Index wieder höhere Ölpreise?” auf die Signalwirkung des Baltic Dry Index (BDI) und die hohe Korrelation zum Öl hingewiesen. Der BDI als Symbol des globalisierten Handels wurde in einem früheren Post über eine mögliche Globalisierungs-Bubble erklärt.
Ein aktueller Blick auf den Baltic Dry Index macht deutlich, dass auch die internationalen Frachtpreise von der aktuellen Erholung und Beruhigung profitieren konnten.
Die graue Fläche zeigt den Baltic Dry Index. Im turbulenten Herbst 2008 haben sich die internationalen Frachtpreise in der Schifffahrt um sagenhafte -94,3% reduziert. Noch vor dem Jahresende zogen die Preise wieder an und stiegen im 1. Quartal 2009 kräftig weiter.
Von seinem Tiefststand erholte sich der Index bis auf 2’225, ein Anstieg von +235,6%. Die anschliessende Konsolidierung wurde ende April abgeschlossen und der Index steht heute fast wieder auf dem Jahreshöchst.
Die blaue Linie stellt den Ölpreis dar, gemessen am “Continuous Contract” des WTI-Ölfutures. Bereits am 11.2.09 habe ich auf die sehr hohe Korrelation von 0.85 dieser beiden Indizes hingewiesen. So überrascht es nicht weiter, dass der Ölpreis – nach etwas zögerlichem Verhalten zu Jahresanfang – nun auch im “Rallymode” ist auf eine kräftige Gegenbewegung hingelegt hat.
So gut wie die Erholung des Baltic Dry Index und des Ölpreises zur Beruhigung beiträgt, es bleibt ein Nachgeschmack. Öl wird einem Portfolio als Rohstoff gerne wegen angeblich “hervorragenden Diversifikationseigenschaften” beigemischt. Nicht nur im hektischen Krisenhöhepunkt im letzten Herbst sondern auch jetzt entwickelt sich der Ölpreis aber wie die restlichen Finanzmärkte. Ein deutliches Zeichen, dass wir noch weit von der “Normalität” entfernt sind.








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…schade, dass es kaum oder kein Produkt gibt, welches den BDI abbildet.