Hedge Funds: Sieht nicht nach Happy End aus

by rwilli on 15. Juni 2009

Gerne erinnere ich an das Bonmot #12 von Konrad Hummler:

“Hedge Fonds? Können wir abhaken. Ausser die paar ganz wenigen, die sich strikt an das Gebot von Transparenz und Liquidität gehalten haben, darf man die meisten Hedge Fonds getrost dem Abfalleimer der Finanzgeschichte anvertrauen.”

Tja, der Rückzug scheint in vollem Gang zu sein. Die neuesten Schätzungen zu den Vermögen, welche in Hedge Funds investiert sind, sprechen eine deutliche Sprache:

20090616 hedgefunds assets Hedge Funds: Sieht nicht nach Happy End aus

(Bild klicken für volle Grösse)

Die Grafik zeigt eindrücklich das enorme Wachstum der Hedge Funds in den Jahren 2000-2007. Wir erninnern uns: Schockiert von den heftigen Verlusten nach dem Platzen der Dotcom-Bubble suchten viele Investoren ihr Glück in Hedge Funds. Tiefe Korrelation zu anderen Anlagekategorien und hohe, regelmässige Renditen waren die Hauptargumente. Einige besonders einfallsreiche Berater Verkäufer zeichneten kurzerhand eine Effizienzkurve, die sich nach links oben verschoben hatte.

Das Argument, viele Hedge Funds könnten mit solch’ hohen Summen ihren Anlagestil gar nicht mehr anwenden, liess kaum jemand gelten. Die Finanzkrise hat in den letzten Monaten gezeigt, dass die Korrelationen überraschend hoch sind und die meisten Hedge Funds ihre Versprechen nicht eingelöst haben. Die “Normalisierung” in der Branche ist nun in vollem Gang. “What goes up, must come down…”

Quelle: Hedge fund research, The Bank of New York Mellon, Casey Quirk Analysis 2009, via Professional Wealth Management

Leave a Comment

Previous post:

Next post: