Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen haben in der Finanzkrise historische Ausmasse erreicht. Dies hat im Dezember für risikobereite Investoren zu sehr interessanten Chancen geführt. Ich habe damals unter dem Titel “Unternehmensanleihen – Was ist los?” auf die (Zitat) “Jahrhundert-Investitionsmöglichkeit” hingewiesen.
Seither hat sich die Situation so stark beruhigt, dass sich ein vertiefter Blick auf die aktuelle Situation lohnt.
Die erste Grafik zeigt den Risikoaufschlag für High Yield-Bonds im Vergleich zu Staatsanleihen. Als Massstab dient der Merill Lynch High Yield Index. Die Beruhigung der letzten Wochen hat dazu geführt, dass der Index wieder tiefer liegt (Achtung: tief=gut…) als beim früheren Höchststand anlässlich des Bärenmarktes 2000-2002. Die Refinanzierung für Unternehmen mit “angeschlagenem” Rating dürfte heute also wieder wesentlich einfacher sein als im letzten Herbst.
Die zweite Grafik zeigt die Risikoaufschläge seit Januar 2008. Hier wird deutlich, dass sich die Risikoaufschläge fast wieder auf das Niveau vor der Lehman-Pleite zurück gebildet haben.
Wer sich also zur Jahreswende mit Unternehmensanleihen eingedeckt hat, wird jetzt schöne Gewinne ausweisen. Diese sollte man sich nicht mehr nehmen lassen. Gewinnmitnahmen auf einem Teil der Position oder das Setzen einer Stop Loss-Limite sind empfehlenswert.
Quelle: Bespoke Invest










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