Ist ja in den letzten Wochen die wohl am häufigsten diskutierte Frage. Geht den Aktienmärkten und dem Bear Market Rally langsam der Schnauf aus oder setzen die Börsen nach einer Konsolidierungsphase zu neuen Höhenflügen an? Am Mittwoch habe ich die aktuelle Kursentwicklung mit den letzten, heftigen Abwärtstrends anhand von US-Aktien verglichen.
Diese spannende Analyse von Morgan Stanley Europe geht noch einen Schritt weiter. In der Analyse wurden 19 verschiedene Bear Markets untersucht und die Durchschnittwerte ermittelt.
Demnach sieht der “typische”, durchschnittliche Abwärtstrend an einem Aktienmarkt wie folgt aus:
- Die erste, heftige Verkaufswelle hat durchschnittliche Verluste von -56% gebracht und dauerte 29 Monate
- Das folgende Bear Market Rally hat im Durchschnitt von den Tiefstständen +70% (!) zugelegt. Dies während 17 Monaten.
- Die Korrektur des Bear Market Rallys dauerte durchschnittlich 13 Monate und die Aktienmärkte mussten einen Viertel (-25%) des zurück gewonnenen Terrains wieder preisgeben.
- Schliesslich folgte eine langfristige Seitwärtsbewegung. Sie dauerte 5,6 Jahre und bewegte sich in einer Trading Range von 52%. Durchaus spannende Märkte, wenn man nicht einer Buy and Hold-Strategie zum Opfer gefallen ist.
Der S&P500 hat in der aktuellen Baisse in 18 Monaten -43% verloren. Die Verluste fielen also “unterdurchschnittlich” aus (ich traue mich fast nicht, dies zu schreiben…), kamen jedoch viel schneller zustande. Das Bear Market Rally brachte in nur 6 Monaten mehr als +50%. Also auch hier ein beeindruckendes Tempo. Vergleicht man den aktuellen US-Aktienmarkt (S&P500) mit dem Durchschnitt, hat das Bear Market Rally deutlich mehr als die Hälfte hinter sich.
Und hier noch die detaillierten Daten zur Analyse. Die Tabelle zeigt die analysierten Bearmarkets mit den anschliessenden Gegenbewegungen.
Es wäre gefährlich, diese Grafik als “Blueprint” für die weitere Börsenentwicklung zu nehmen, auch wenn die Parallelen zur aktuellen Finanzkrise auffällig sind. Zu wissen, wie sich solche Abwärstrends in der Vergangenheit im Durchschnitt entwickelt haben, hilft aber alleweil.
Quelle: Morgan Stanley Europe via The Big Picture











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Hi,
sehr schön rausgearbeitet. Woll’n wir doch mal hoffen, dass Du recht hast, denn dann ergeben sich sehr lukrative Tradinggelegenheiten.
Nice Weekend,
Torsten
@Torsten
Ja, hat mich auch fasziniert, dieser Chart. Und eine mehrjährige Trading Range wäre “meine Welt”, bin nicht so der Buy-and-Hold-Typ…
Auch dir ein schönes Weekend. Und vielen Dank für die Kommentare und Pingbacks!