Hat ja letzte Woche recht viel Aufsehen erregt, das neue All-Time-High im Gold. Im Artikel “8 Tipps, wie man in Gold investieren kann” habe ich u.a. darauf hingewiesen, dass der langjährige Gold-Aufwärtstrend nun die Phase II gezündet hat. Diese Phase zeichnet sich durch erhöhte Aufmerksamkeit in (Massen-)Medien, breites Interesse und eine Vielzahl neuer Produkte aus. Allerdings bleibt der Grundtenor skeptisch. Man fragt sich, ob das Top jetzt erreicht sei und ob man nicht doch lieber das vom Götti zum 20. Geburtstag erhaltene Goldvreneli verkaufen sollte. Allgemein wird in der 2. Phase eines Aufwärtstrends viel darüber gesprochen (über Gold, Aktien, Diamanten, Tulpenzwiebeln – you name it), es sind jedoch die wenigsten wirklich investiert und positioniert am Markt. Ich wiederhole gerne die Frage von letzter Woche: Wer in deinem Freundeskreis ist tatsächlich in Gold investiert?
Diesbezüglich habe ich letzte Woche eine bemerkenswerte Grafik gefunden.
Die Abbildung zeigt die Progonosen aller Wall Street-Analysten für den Goldpreis. Von heute bis ins Jahr 2013. Nicht, dass ich auch nur einen Pfifferling auf solche Prognosen wetten würde, aber sie zeigen ein zurückhaltendes, skeptisches Bild.
Die durchschnittliche Prognose für den Goldpreis per Ende 2009 beträgt $960 pro Unze. Anschliessend sehen die Anlaysten einen Preisanstieg bis $1′000 im dritten Quartal 2010. Dies soll bereits den Höchststand markieren, denn anschliessend zeigen die Prognosen konstant nach unten. Runter bis auf $800 per Ende 2013.
Sehr gut. Dies lässt Raum offen für weitere Kursanstiege, auch wenn diese von Konsolidierungsphasen und heftigen Rückschlägen (”Mutproben”) begleitet sein werden. Du kannst davon ausgehen, dass “der Goldbulle” alles tun wird, um nur ein Minimum an Investoren mitzunehmen. Man sagt nicht umsonst, dass ein Bull Market eine “Wall of worry” empor steigt.
Das richtige Verhalten in solch’ einem Bull Market? Buy-and-hold, keine Gewinnmitnahmen, kein Trading, Buy-the-dips.
Wann der Bull Market zu Ende gehen wird? Wenn die gleichen Analysten (siehe oben) ihre Prognosen immer wieder nach oben revidieren und sich schlussendlich mit spektakulären Kurszielen überbieten (Hat da jemand “Dow-36000″ gesagt?). Wenn man sich in der Masse einig ist, dass es im Gold – abgesehen von ein paar “willkommenen Konsolidierungen” – nur noch aufwärts gehen kann.
Quelle: Bespoke









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Die Kurse können aber nur kommen wenn es keinen 2ten Crash gibt den so viele befürchten. Ich sehe den Goldpreis Ende 2010 bei 1150 oder 1200. Schon allein durch die Dollarschwäche wird er sich deutlich anpassen
@Goldmünzen
Tja, diese Prognose ist bei diesem Namen ja zu erwarten. Ich stimme aber mit dir überein, es besteht noch (sehr) viel Aufwärtspotenzial.