Am Ursprung der Finanzkrise steht der viel zu sorglose Umgang mit Risiko. Die Differenz der Renditen von Unternehmen im Vergleich zu Staatsanleihen tendierte gegen null. Der Umgang mit Kreditderivaten war unkontrolliert und sorglos. Und die an den Optionenmärkten gehandelten Volatilitäten notierten historische Tiefststände. Mit der Finanzkrise kam dann das böse Erwachen, plötzlich hatte ‘Risiko’ wieder einen Preis an den Finanzmärkten.
Aber die Lage hat sich wieder beruhigt. Diese Grafik zeigt den Volatilitätsindex VIX, von anfangs 2006 bis heute. Vor rund einem Jahr herrschte die nackte Panik, der VIX notierte über 80. Dies war fast doppelt so hoch wie nach den Terroranschlägen 9/11. Seither hat sich die Lage stetig beruhigt, das Bear Market Rally brachte auch die Volatilitäten auf normale Durchschnittsniveaus zurück.
(Übrigens: Eine detaillierte Erklärung zum VIX gibt’s hier, eine Übersicht zu den VIX-Artikel auf financeBLOG findest du hier.)
Noch dramatischer eindrücklicher ist die Beruhigung an den Aktienmärkten, wenn man die Volatilität nicht als Standardabweichung, sondern als durchschnittliche tägliche Schwankung misst. Die nächste Grafik gibt Auskunft:
Hier sind die täglichen Durchschnittsschwankungen des S&P500 zu sehen. In der heissesten Phase der Finanzkrise hat der grösste US-Aktienindex tatsächlich während einer Kurzen Zeitdauer Tagesschwankungen von +/- 4% hingelegt. Im Durchschnitt. Mittlerweile sind wir wieder bei Tiefstständen angelangt, zur Zeit verzeichnen wir durchschnittliche Tagesschwankungen von <1%. Es fragt sich, ob damit die Sorglosigkeit an den Finanzmärkten wieder Einzug hält. Vor allem, wenn man in diese Überlegungen die aktuellen Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen einbezieht oder den Risikoappetit auf den Büchern von Goldman Sachs beobachtet.
Eine Übersicht zu den Volatilitäten beim US-Dollar gibt’s morgen.
Chart: Bespoke











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In meinem Portfeuille liegt seit wenigen Tagen etwas VIXFC zur Absicherung. Da dieses Zertifikat in USD gehandelt wird und bei einem Börsenabschwung wohl auch der USD kurzfristig an Stärke gewinnt, lässt sich damit etwas Geld machen – sofern die Strategie natürlich aufgeht…
@Markus
Perfekt. Vor allem die Kombination “steigende Volas” und “steigender Dollar” passt sehr gut. Du wirst am morgigen Artikel über Volas im Dollar grösste Freude haben…
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