Der Schattenpreis von Gold

by rwilli on 3. Dezember 2009

Irgendwie hab ich’s diese Woche mit den “unglaublichen” Prognosen zum Goldpreis. Und ich errinnere mich immer wieder an das berühmte “Dow 36’000 “. Viele Analysten scheinen es sich in den letzten Wochen zu einem Hobby gemacht zu haben, sich gegenseitig mit waghalsigen Goldprognosen zu übertreffen. Ich frage mich, wo all diese wunderbaren Prognostiker im 2001 waren…

Trotzdem, den Shadow Gold Price will ich euch nicht vorenthalten. Gefunden bei The Daily Reckoning.

 Der Schattenpreis von Gold

Während des Bretton Woods-Systems waren die Notenbanken angehalten, einen gewissen Prozentsatz ihrer Währungen mit Gold zu unterlegen. Der Shadow Gold Price soll dieses disziplinierte Vorgehen der Notenbanken in die heutige Zeit übertragen. Kaum vorstellbar. Man nehme also die aktuelle ‘Geldmenge’ und dividiere sie durch die aktuellen Goldbestände und schon hat man den Schattenpreis von Gold. Gemäss diesem Chart liegt der aktuelle Goldpreis – im Verhältnis zur ausgeweiteten Geldmenge – bei… ach nein, seht selbst.

Dieser Chart zeigt m.E. auf eindrückliche Weise zwei Dinge:

  1. Die heutigen Papierwährungen haben sich von jeglicher Referenzgrösse gelöst und sind nur noch durch das Vertrauen der Marktteilnehmer “gedeckt”
  2. Höchste Zeit für eine Goldkorrektur. Zuviele Marktteilnehmer aktiv, die hier nichts verloren haben. In einer Woche habe ich Top-Prognosen von $6’500 via $8000 auf $10’000 klettern sehen. Time for a break.

Quelle: QB Partners via The Daily Reckoning

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