Goldpreis – Es wird langsam spannend

by rwilli on 14. Dezember 2009

Hat ja gar nicht sooo schlecht geklappt mit meinem Gold-Timing. Am 3.12.09 habe ich auf die anstehende Korrektur im Goldpreis hingewiesen und von einer “Mutprobe” gesprochen. Heute handelt die Unze rund 8% tiefer.

20091214 Gold Korrektur Goldpreis   Es wird langsam spannend

Nun wird’s langsam spannend. Der Goldpreis ist seinem Ruf gerecht geworden und hat mit viel Volatilität die erste Unterstützung erreicht. Der “MA(50)”, der gleitende Durchschnitt für 50 Tage, liegt nur noch unwesentlich tiefer als der Goldpreis am Freitag.

Die Marktentwicklung der nächsten Tage könnte also Signalwirkung für die kommenden Wochen und Monate haben.

  • Wenn der Goldpreis beim 50-Tage-Durchschnitt hält und eine Weile konsolidiert, kann dies als Stärkesignal interpretiert werden. Wir hätten es dann mit einer normalen, erwünschten Korrektur von rund 10% zu tun. In einem Bullmarket wäre dies eine der wenigen Kaufgelegenheiten. Du erinnerst dich, das korrekte Verhalten in einem Bullmarket ist “buy the dips”, kaufe die Rückschläge.
  • Stürzt der Goldpreis ohne gross zu zögern durch den 50-Tage-Durchschnitt, muss mit weiteren Preisabschlägen gerechnet werden. Die nächste starke Supportlinie käme dann unter $1’000. Zur Zeit liegt der “MA(200)”, also der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Handelstage, bei $980. In diesem Szenario würde der Markt gleich noch die inzwischen berühmte Aussage von Marc Faber testen, wonach der Goldpreis “nie mehr unter $1’000″ fallen werde.

20091214 Gold Korrektur 2 Goldpreis   Es wird langsam spannend

Der Goldinvestor wird also wieder einmal auf die Probe gestellt. Du solltest jetzt daran denken, dass ein langjähriger Aufwärtstrend alles unternehmen wird, dass so wenig Investoren wie möglich davon profitieren. Ein langjähriger Aufwärtstrend klettert einer “wall of worry” entlang und streut immer wieder Mutproben wie jetzt ein, um Trader und “late comers” abzuschütteln. Wer also an den langfristigen Bullmarket in Gold glaubt, sollte jetzt keinesfalls “Gewinne mitnehmen”, um später wieder einzusteigen. Es wird kaum gelingen.

Übrigens: Wenn sich ein Investor vor sich selbst und vor zu schnellen Gewinnmitnahmen schützen will, sollte er dem Instrument Rechnung tragen. Wer das Gold physisch gekauft und an einem sicheren Ort aufbewahrt hat, kommt viel weniger in Versuchung, es zu verkaufen. Ein ETF ist in emotionalen Situationen zu schnell – mit einem Mausklick – verkauft…

(Charts auf Stockcharts erstellt)

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