What a week!
Spannender Rückblick auf die Börsenwoche. Heute mit:
- dem Glaubwürdigkeitsproblem der griechischen Regierung und den rekordhohen CDS-Preisen
- der (erneuten) Versuch des US-Dollars, die Hürde von 1.05 gegen CHF zu überwinden
- den Regulierungsvorstellungen von Präsident Obama, welche Bankaktien auf Talfahrt schicken
- Griechenland als schwächstes Glied in der Euro-Kette beschäftigt anfangs Woche die Finanzgemeinde. Die Risikoaufschläge in den CDS-Preisen erreichen Höchststände und die inverse Verfallstruktur der CDS-Preise zaubert so manches Stirnrunzeln ins Gesicht von Bondinvestoren. Die Aussagen hoher Politiker über Sanierung des Staatshaushalts und neue Kapitalgeber aus Asien zeigen an den Märkten keine Wirkung. Der politische Wille der griechischen Regierung, das Haushaltsdefizit auszugleichen und den Aufbau von Staatsschulden zu verlangsamen, wird an den Finanzmärkten hinterfragt. Man will jetzt Taten sehen! Glaubwürdigkeitsproblem.
- Der US-Dollar nimmt einen zweiten Anlauf, die wichtige Hürde von 1.05 (gegen CHF) zu überwinden. Seit ungefähr einem Monat führt jede Verunsicherung an den Börsen zu steigenden Dollarnotierungen. Könnte ein Hinweis darauf sein, dass der US-Dollar im letzten Jahr zur Carry-Trade-Währung Nummer eins wurde. Verunsicherung führt dann zur Auflösung von Carry Trades und somit zu höheren Kursen. Ich kann mir immer noch gut vorstellen, dass der Verlauf der US-Valuta eine der grösseren Überraschungen im Börsenjahr 2010 sein wird. Nur so eine Contrarian-Reaktion…
- Gegen Ende der Woche schickt US-Präsident Obama eine kleine Schockwelle durch die Finanzmärkte. Oder präziser: durch die Trading-Desks grosser Investmentbanken. Er macht deutlich, dass er die Grösse von Banken limitieren will, indem er das Wachstum des Fremdkapitals reguliert. Und er will den sogenannten Nostro-Handel (”proprietary trading”) in Zukunft nicht mehr zulassen. Es wäre nach seinen Vorstellungen einer Bank verboten, in Hedge Funds, Private Equity Fonds oder ähnliche Vehikel zu investieren. Die grossen amerikanischen Banken reagieren an der Börse mit heftigen Kursverlusten von -3% bis -6,5%.
Allen Lesern des financeBLOG ein fantastisches Wochenende! Hey, wir sind ja schon bald wieder am Ende des Monats. Wo ist denn auch der Januar 2010 geblieben? Höchste Zeit, den schönen Winter in seiner ganzen Pracht noch mitzunehmen. Wir verbringen Freitag und Samstag in den Bergen. Genau gesagt im Skigebiet Fatschel/Hochwang und in der Skihütte Hochwang. Geheimtipp für diejenigen, die den Winter fernab der grossen Touristenströme geniessen wollen. Meine Vorfreude auf die Berge ist gigantisch! Ein gemütliches, sonniges Wochenende in schöner Natur und mit Freunden vom Ruderclub. Es braucht ja wirklich nicht viel…









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Also ich mag Obama, aber ob sich die Größe einer Bank limitieren lässt weiß ich nicht, ich bin da skeptisch.
Es kann funktionieren, wenn man über das Fremdkapital der Banken steuert. Also die Anforderungen an Mindestreserven und Eigenkapitalquote erhöhen, damit “Bailouts” nicht mehr nötig sind. Nicht die Grösse in Form von z.B. Marktanteilen ist das Problem, sondern das enorme Exposure an den Kredit- und Zinsmärkten.