Die 25. Internationale Kapitalanlegertagung ist lanciert. Der Auftakt von Stephen King war sehr spannend, klar und fundiert, mit sehr guter Rhetorik. Britisches Englisch eben… Und bereits nach dem ersten Vormittag und nach zwei Referaten kann ich ein paar Erkenntnisse mit euch teilen:
- Emerging Markets
Man scheint sich einig zu sein, dass die Wachstumsraten und Performances in aufstrebenden Ländern deutlich höher/besser sein werden als in den USA und Europa. “The global economy is shifting eastwards” meinte Stephen King. Mit “Emerging Markets” sprechen fast alle vom Marketingbegriff “BRIC”, erwähnen im Detail aber jeweils nur Brasilien und China. Wenn sich dieser Trend durch die ganze Tagung fortsetzt und alle kritiklos bullish sind auf die BRIC-Länder, wird’s hier sicher einige Überraschungen geben. Sagt der Contrarian in mir… - Japan
Als eine der Top10-Überraschungen nennt Byron Wien den japanischen Aktienmarkt. Er sieht dort in diesem Jahr ein Potenzial von +20%. Seine Begründung: Alle, die japanische Aktien verkaufen wollen, haben dies in den letzten Jahren getan. Der Markt ist noch ein Viertel seines Höchststandes von 1989 wert und darum – in Kombination mit positivem Wirtschaftswachstum – für eine Überraschung gegen oben gut. Klingt einleuchtend. - Inflation vs. Deflation
Die Argumente gegen hohe Inflation und pro Gefahr einer Deflation überwiegen bis jetzt. Als Hauptgründe werden Deleveraging und “Balance Sheet Recession” erwähnt. Oder wie Byron Wien erwähnte (frei übersetzt): Inflation kann unmöglich nur wegen Rohstoffpreisen stark ansteigen. Es wären auch Anstiege bei Löhnen und Core-CPI nötig.
Soviel für den Moment. Melde mich wieder…









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