Die aktuelle charttechnische Situation im S&P500 ist eine gute Gelgenheit, wieder einmal ein paar alte Weisheiten aus der technischen Analyse auszupacken. Heute gibt’s also wieder einmal so richtig “Börsentalk” ohne jeglichen Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit…
Auf dem Chart ersichtlich sind tägliche OHLC-Bars (Open-High-Low-Close) des S&P500. Dazu die blaue Linie für den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Hier gibt’s einige Punkte zu sehen, die gemäss Lehrbuch für die technische Analyse immer wieder vorkommen:
- Das eigentliche Verkauf-Signal kam am 24.2.2010 mit dem Unterschreiten des Indexstandes unter die 50-Tage-Durchschnittslinie.
- Nach einem Durchbruch wird eine Supportlinie zu einer Widerstandslinie. Gut ersichtlich, dass sich der S&P500 nach der heftigen Korrektur Ende Januar und anfangs Februar in den letzten zwei Wochen wieder bis zur 50-Tage-Durchschnittslinie “gesteigert” hat. Diese Linie stellt nun jedoch einen Widerstand dar. Mit dem erneuten Schwächeanfall vom Dienstag wird dieser Widerstand umso stärker.
- Während zwei Tagen hat der Index die 50-Tage-Durchschnittslinie durchbrochen. Nur am ersten dieser beiden Tage konnte er auch darüber schliessen. Dies kann durchaus als Bullen-Falle interpretiert werden. Der Markt will nochmals möglichst viele Investoren rein nehmen (bullish stimmen) um dann zu drehen.
- Oft sieht man nach einem erfolglosen Durchbruchversuch (letzte drei Handelstage) heftige Kursverluste. Dieses heftige, für viele überraschende “Absacken” des Marktes wird gerne als “Kiss goodbye” bezeichnet
- Jetzt geht die Korrektur also weiter. Und zwar runter bis mindestens 968 im S&P500. Dies sagen einem die Fibonacci-Zahlen. Aber dazu ein anderes Mal etwas mehr…
Ok, ok, ich beruhige mich wieder…
Chart: Stockcharts









