Die Bondmärkte haben letzte Woche für Ausehen gesorgt. Und wie! Die Rendite für 10jährige US-Staatsanleihen ist in der letzten Woche von 3.70% auf 3.90% gestiegen. Eine bemerkenswerte Bewegung.
Gut möglich, dass ein Grossteil der Aufmerksamkeit der Finanzmärkte in den nächsten Wochen den Zins- und Bondmärkten gehört. Denn es muss jedem Investor klar sein, dass die Bondmärkte entscheiden, wie lange das aktuelle Spiel noch gespielt werden kann. Quantitative Easing, enorme Ausweitung der Staatsschulden, Rettungs- und Konjunkturpakete – all dies ist nur bis zum Zeitpunkt möglich, an dem die Bondmärkte “genug ist genug” signalisieren! (Bitte den letzten Satz nochmals lesen. Und dann nochmals…) Und dies könnte langsam aber sicher der Fall sein.
Ebenfalls in der letzten Woche handelten die Swap-Sätze für 10jährige Laufzeiten erstmals in der Geschichte tiefer als die 10jährigen Renditen für Staatsanleihen. Was dies bedeuten könnte, wurde ausführlich uns sehr verständlich im Blog ACEMAXX-ANALYTICS nebenan erläutert.
Der Blick auf einen etwas längerfristigen Chart zeigt auf, wie stark die Zinsen “am langen Ende” seit dem Höhepunkt der Finanzkrise gestiegen sind. Führte dieser Anstieg am Anfang vor allem zu einer historisch steilen Zinskurve, so muss nun befürchtet werden, dass die aktuellste Zinsentwicklung der Beginn einer grösseren Trendwende darstellt. “Genug ist genug” eben.
Und um die Sache noch ein wenig mehr zu würzen, bringt The Chartstore noch den Hinweis, dass sich bei den langfristigen US-Zinsen eine sehr schön ausgebildete “Head and Shoulder-Formation” gefährlich der Nackenlinie nähert.
Nun, die Bewegung der letzten Woche reicht natürlich nicht aus, um schon von einer grösseren Trendwende zu sprechen. Dazu braucht es weitere Kursentwicklungen in diese Richtung. Es geht mir in diesem Artikel aber darum, die Aufmerksamkeit der Leser auf die Bondmärkte zu lenken. Auf dem Bondmärkten treffen sich die cleversten und professionellsten Anleger. Wenn die Bondmärkte sprechen, sollte man zuhören. Die Entwicklung der Zinsen – und mit höchster Priorität die 10jährigen und 30jährigen US-Zinsen – gehören in den nächsten Wochen und Monaten zuoberst auf dein Radar.












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