Die letzte Woche veröffentlichten Wirtschaftszahlen aus den USA bestätigten die Erholung. Besondere Aufmerksamkeit bekam der ISM Non Manufacturing Index, welcher mit 55.4 den höchsten Stand seit Mai 2006 (!) aufweist. Der Hauptfokus gilt aber nach wie vor der Situation am Arbeitsmarkt und rund um den amerikanischen Konsumenten. Mit einem Anteil von 70% am BIP muss eine nachhaltige Erholung aus dieser “Ecke” kommen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang der Vergleich von Arbeitsplatzverlusten mit frühreren Rezessionen:
Die Darstellung (Quelle: Calculated Risk) zeigt auf, wie heftig die Rezession am Arbeitsmarkt eingeschlagen hat. Nie seit dem zweiten Weltkrieg mussten soviele Arbeitsplatzverluste verkraftet werden. Die Erholung entwickelt sich schleppend und viel mehr als eine Stabilisierung auf tiefem Niveau ist noch nicht erreicht. Die aktuellsten Zahlen, wonach 162’000 Jobs geschaffen wurden, lässt auf eine baldige Trendumkehr hoffen.
Im letzten Jahr hat die US-Wirtschaft 2,3 Millionen Arbeitsplätze verloren. Seit dem Beginn der Rezession liegt der Arbeitsplatzverlust bei 8,2 Millionen. Wenn die Erholung am Arbeitsmarkt also ähnlich verlaufen soll wie bei früheren Rezessionen (siehe 2. Grafik, Quelle: Calculated Risk), so müssten diese rund 8 Mio. Arbeitsplätze in den nächsten zwei Jahren wieder geschaffen werden.
Dies scheint mir ziemliches Wunschdenken zu sein. Wahrscheinlicher ist eine flache Erholung wie nach den Rezessionen 1990 und 2001. Es steht wohl die nächste “Jobless Recovery” an.










