Auf das Phänomen der inversen CDS-Kurven habe ich erstmals im Artikel vom 18.1.2010 aufmerksam gemacht. Eine inverse CDS-Kurve bedeutet ja, dass der Käufer (Versicherungsnehmer) bereit ist, für einen Versicherungsschutz in naher Zukunft (z.B. 5 Jahre) mehr zu bezahlen als für einen Versicherungsschutz in ferner Zukunft (z.B. 10 Jahre). Oder anders ausgedrückt: die Marktteilnehmer bzw. CDS-Käufer rechnen innerhalb der nächsten 5 Jahre mit einem “Kreditereignis” (Zahlungsausfall von Zinsen oder Fälligkeiten) und bauen daher den Versicherungsschutz bis dann auf.
In den letzten Monaten wurden alle CDS-Kurven der PIIGS-Länder invers und haben damit das aktuelle Ungemach bereits früh angezeigt. Nun zeichnet sich dieselbe Entwicklung bei den grössten Too Big To Fail-Finanzkonzernen (TBTF-Banken) ebenfalls ab.
In der Grafik (klicken für volle Grösse) sind die Preise für Credit Default Swaps (CDS) der grössten globalen Finanzwerte abgebildet. Über Laufzeiten von 1 Jahr bis 10 Jahre. Es fällt auf, dass
- die “prominentesten” TBTF-Banken wie Morgan Stanley oder Deutsche Bank bereits eine inverse Struktur aufweisen
- der Grossteil der Finanzkonzerne bestenfalls eine flache CDS-Struktur aufweist
- die Kurve von Goldman Sachs demnächst auch invers werden wir, denn das “Goldman-Bashing” weiter geht.
Es besteht damit die Gefahr, dass sich die Spannungen im System der PIIGS-Länder langsam auf die globalen Finanzkonzerne übertragen. Die erste Bestätigung dieser Gefahr wäre ein stetiges Ansteigen der CDS-Preise mit Laufzeiten von 1 bis 4 Jahre.
Klar, bei CDS-Preisen ist Vorsicht geboten. Man weiss nicht, wie liquide diese Märkte sind und wie genau die Preise zustande kommen. Höchste Zeit, diese Instrumente an einer offiziellen Derivate-Börse zu handeln. – Wie auch immer, es ist wieder einmal Vorsicht geboten an den Finanzmärkten. Und DU hast jetzt deine Stop Losses gesetzt, gell!?
Quelle: Zero Hedge










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