by rwilli on 17. März 2010
Sehr interessantes MindMap zu den häufigsten Fehlern und “Schwachstellen” von Investoren. Diese Grafik zeigt aus der Sicht von Behavioral Finance die wichtigsten Kategorien von Fehlentscheidungen und gefährlicher Selbsteinschätzung. Sehenswert!
Quelle: Butler/Philbrick via The Big Picture
by rwilli on 8. März 2010
Sehr interessante Übersicht zu den Schulden in den USA. Mit vielen Details. Sehenwert.
Quelle: Bill Shrink via Wall St. Cheat Sheet
by rwilli on 2. März 2010
Ist ja übel dran, der Euro. Hat allein in den letzten drei Monaten rund 10% gegen den fundamental so angeschlagenen US-Dollar verloren. Begonnen hat die Talfahrt mit Bedenken über den Zustand der PIGS-Länder, allen voran Griechenland.
Letzte Woche wurden dann wieder einmal Verschwörungstheorien laut. Demnach sollen in New York “geheime Treffen” von Hedge Funds-Managern stattgefunden haben [...]
by rwilli on 22. Februar 2010
Die letzten Freitag veröffentlichen Ausfallquoten (engl. delinquency rates) bei Hypotheken in den USA haben auf den ersten Blick für Freude gesorgt. Grund dafür war die “moderate” Entwicklung bei den Zahlungsrückständen von 30 Tagen (violette Fläche) und von 60 Tagen (blaue Fläche). Offensichtlich ist der Anteil von Hypotheken mit Zahlungsausständen von 30 bzw. 60 Tagen im letzten Quartal 2009 etwas zurück gegangen.
by rwilli on 12. Februar 2010
Wie sich die Zeiten ändern. Vor einem Jahr waren die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen so hoch, dass man mit Ausfallraten wie anno 1929-1932 rechnen musste. Allgemein setzte während der hektischsten Phase der Finanzkrise eine Flucht in vermeintlich gute Qualitäten und Staatsschuldner ein. Dies führte u.a. zu einer interessanten Chance für Investoren und ich habe damals zum Glück rechtzeitig unter dem Stichwort “Jahrhundert-Investmentmöglichkeit” darauf hingewiesen.
Heute stehen die Staatsanleihen im Fokus der Investorengemeinde. Die Situation rund um Griechenland hat zu generellem Unbehagen gegenüber Staatsschuldnern geführt. CDS-Preise für manche Staaten haben neue Höchststände erreicht. Wer die Entwicklung der CDS-Preise für Staaten der letzten 10 Jahre verfolgen will, wird auf dieser interessanten Grafik fündig.
by rwilli on 18. Januar 2010
Da kann der griechische Ministerpräsident Giorgos Andrea Papandreou noch lange versichern, Griechenland brauche keine Hilfe seitens der EU und er werde den Staatshaushalt nachhaltig sanieren. Die Finanzmärkte glauben ihm schon lange nicht mehr und sehen den fehlenden politischen Willen. So haben denn die CDS-Preise für Griechenland am Freitag einen neuen Höchststand verzeichnet und sind bis auf 342 bp geklettert.
Konkret: Wer jetzt Staatsanleihen von Griechenland im Depot hat und sich gegen einen Zahlungsaufall während den nächsten fünf Jahren versichern will, bezahlt für eine Versicherungssumme von $ 1 Mio. eine Versicherungsprämie von $34′200 pro Jahr. So hoch war die Risikoprämie für dieses Land noch nie.
by rwilli on 12. Januar 2010
Der Montag hat zum Wochenbeginn eine bemerkenswerte Veränderung bei den Preisen für Kreditrisiken gebracht. Erstmals seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im 1. Quartal 2009 hat der Index für Risikoaufschläge von Staaten in Europa höher gehandelt als der vergleichbare Index für Risikoaufschläge von Unternehmen. Aber der Reihe nach. Worum geht’s?
Wie auf dem Chart ersichtlich, hat der Markit iTraxx SovX Western Europe-Index (blaue Linie) leicht höher gehandelt als der Markit iTraxx Europe (violette Linie). Diese beiden Indizes haben sich im März 2009, zum Höhepunkt der Finanzkrise, letztmals gekreuzt.
by rwilli on 6. Januar 2010
Der Start ins neue Börsenjahr war ja fulminant. Deutlich mehr als ein Prozent haben am Montag die meisten weltweiten Aktienindices zugelegt. Damit sind der S&P500 und weitere Indices an wichtigen charttechnischen Widerstandszonen angelangt. Eine gute Gelegenheit, einmal das 50 Percent Principle etwas genauer zu betrachten. Diese etwas wagemutige Börsenregel besagt, dass ein Trend während einer “Korrektur- oder Konsolidierungsphase” rund 50% des vorher gewonnenen/verlorenen Terrains wieder Preis gibt, bevor der Trend fortgesetzt werden kann.
Am Beispiel des S&P500 sieht dies wie folgt aus: Vom Höchststand bei 1′565.15 Punkten bis zum Tiefststand bei 676.53 Punkten hat der Index einen Verlust von 888.62 Punkten erlitten. Die Hälfte davon beträgt 444.31 Punkte. Bei einem Indexstand von 1′120.84 (676.53+444.31) wären also 50% des Abwärtstrends “korrigiert”.
by rwilli on 22. Dezember 2009
Eindrückliches “Spiegelbild”, nicht wahr? Oder – etwas professioneller ausgedrückt – zwei nahezu perfekt negativ korrelierende Preisentwicklungen. Der Chart stellt die Entwicklung des S&P500 (schwarz) und des US Dollar-Index (blau) dar. Vom Januar 2008 bis heute. Es fällt sofort auf, dass die Charts in der “heissen” Phase der globalen Finanzkrise entgegen gesetzte Entwicklungen zeigten. Mit ein Grund dürfte das Deleveraging sein. Die enormen Summen ausstehender Kredite in USD wirkten wie eine “synthetische Short-Position” im USD. Die Rückzahlung dieser Kredite (Deleveraging) führte entsprechend zu steigender Nachfrage im USD. Mit der Beruhigung an den Finanzmärkten setzte auch hier die Trendumkehr ein, die steigenden Akteinmärkte erlaubten dem USD den erneuten Rückgang auf Tiefstwerte.
by rwilli on 8. Dezember 2009
Die Dubai-Krise hat einige Investoren wach gerüttelt. Und mit der Sorge um die Qualität von Kreditschuldnern kommt sofort die Diskussion um Credit Default Swaps und die aktuellen Preise auf. Die Grafik zeigt die Preise für Credit Default Swaps auf globale Finanzwerte. Die roten Balken stellen die Preise während der schlimmsten Phase der Finanzkrise (9.3.09) dar, die blauen Balken zeigen die Preise per 4.12.09.
Dazu ein paar Beobachtungen:
by rwilli on 30. November 2009
Genau betrachtet stehen im Zentrum der Dubai-Krise ja zwei Unternehmen. Dubai World ist eine überschuldete, illiquide Firma, welche nach Lösungen sucht. Ein Blick auf die CDS-Preise von Dubai macht aber deutlich, dass der Markt hier eine Einheit sieht.
So haben sich letzte Woche die Preise für Credit Default Swaps auf Dubai von rund 300 auf 550 beinahe verdoppelt. Ähnlich hohe Preise wurden letztmals im Sommer gesehen. Die Prämie für eine Versicherung gegen einen Zahlungsausfall von Dubai in den nächsten fünf Jahren kostet zur Zeit rund 5,5% per annum.