28.04.2010
Auf das Phänomen der inversen CDS-Kurven habe ich erstmals im Artikel vom 18.1.2010 aufmerksam gemacht. Eine inverse CDS-Kurve bedeutet ja, dass der Käufer (Versicherungsnehmer) bereit ist, für einen Versicherungsschutz in naher Zukunft (z.B. 5 Jahre) mehr zu bezahlen als für einen Versicherungsschutz in ferner Zukunft (z.B. 10 Jahre). Oder anders ausgedrückt: die Marktteilnehmer bzw. CDS-Käufer rechnen innerhalb der nächsten 5 Jahre mit einem “Kreditereignis” (Zahlungsausfall von Zinsen oder Fälligkeiten) und bauen daher den Versicherungsschutz bis dann auf.
In den letzten Monaten wurden alle CDS-Kurven der PIIGS-Länder invers und haben damit das aktuelle Ungemach bereits früh angezeigt. Nun zeichnet sich dieselbe Entwicklung bei den grössten Too Big To Fail-Finanzkonzernen (TBTF-Banken) ebenfalls ab.
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12.02.2010
Wie sich die Zeiten ändern. Vor einem Jahr waren die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen so hoch, dass man mit Ausfallraten wie anno 1929-1932 rechnen musste. Allgemein setzte während der hektischsten Phase der Finanzkrise eine Flucht in vermeintlich gute Qualitäten und Staatsschuldner ein. Dies führte u.a. zu einer interessanten Chance für Investoren und ich habe damals zum Glück rechtzeitig unter dem Stichwort “Jahrhundert-Investmentmöglichkeit” darauf hingewiesen.
Heute stehen die Staatsanleihen im Fokus der Investorengemeinde. Die Situation rund um Griechenland hat zu generellem Unbehagen gegenüber Staatsschuldnern geführt. CDS-Preise für manche Staaten haben neue Höchststände erreicht. Wer die Entwicklung der CDS-Preise für Staaten der letzten 10 Jahre verfolgen will, wird auf dieser interessanten Grafik fündig.
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