13.01.2010
Der Volatilitätsindex VIX notiert seit anfangs Jahr wieder deutlich unter 20. Gestern (11.1.2010) verzeichnete er mit 17.55 sogar den tiefsten Stand seit der Finanzkrise. Damit liegt der Index rund 80% tiefer als zum Zeitpunkt höchster Anspannung und (erwarteter) Volatilität im Herbst 2009. “All clear” ist man geneigt zu sagen, “volle Fahrt voraus”. Die Angst und Verunsicherung ist raus aus dem System, die Entspannung hält an, es kann weiter aufwärts gehen. Jedenfalls erwarten die Marktteilnehmer zur Zeit wenig Nervosität an den Aktienmärkten. – Oder sollte uns der tiefe VIX-Stand zu denken geben? Hat die “grosse Sorglosigkeit”, eine der Hauptursachen der Kredit- und Finanzkrise, wieder Einzug gehalten ins System?
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27.10.2009
Am Ursprung der Finanzkrise steht der viel zu sorglose Umgang mit Risiko. Die Differenz der Renditen von Unternehmen im Vergleich zu Staatsanleihen tendierte gegen null. Der Umgang mit Kreditderivaten war unkontrolliert und sorglos. Und die an den Optionenmärkten gehandelten Volatilitäten notierten historische Tiefststände. Mit der Finanzkrise kam dann das böse Erwachen, plötzlich hatte ‘Risiko’ wieder einen Preis an den Finanzmärkten.
Aber die Lage hat sich wieder beruhigt. Diese Grafik zeigt den Volatilitätsindex VIX, von anfangs 2006 bis heute. Vor rund einem Jahr herrschte die nackte Panik, der VIX notierte über 80. Dies war fast doppelt so hoch wie nach den Terroranschlägen 9/11. Seither hat sich die Lage stetig beruhigt, das Bear Market Rally brachte auch die Volatilitäten auf normale Durchschnittsniveaus zurück.
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